BRAMBÖCK - DICKBAUER - MAURER - PUSCHNIG

SAXO
FOUR

... wurde anläßlich der ãAustria Jazz Tage Vöcklabruck 1991“ gegründet. Anfangs schöpfte das Quartett aus dem reichen Fundus der Kompositionsschätze Florian Bramböcks. Bald aber fingen auch die anderen Herren auf ihre äußerst eigene Art und Weise zu komponieren und arrangieren an. Manches Stück wird auch unter Vorgabe kurzer melodischer Motive oder harmonischer Vorgaben direkt von den Vieren in improvisierender Manier entwickelt.

Seit 1991 spielte Saxofour an die 250 Konzerte, präsentierte zum Leidwesen der Anhängerschaft leider erst 1998 die erste CD ãHorns Astray“ (PAO 10410) und 2000 im Rahmen einer aufsehenerregenden Weihnachtstournee die CD ãLaßt uns froho uhund munter sein“ (PAO 10170). Nicht nur Konzerte, auch aktionistische Events z.B. oberösterreichischer Maler oder französischer Automobilkonzerne werden von Saxofour musikalisch betreut.

Im Sommer 2000 gab es eine mit Schlagzeug (Jojo Mayer), Baß (Robert Riegler) und Gitarre (Rick Iannacone) erweiterte Besetzung beim Jazzfestival Saalfelden unter der Federführung von Klaus Dickbauers ãHorns Astray“.

2001 traf sich Saxofour mit dem österreichischen Vater des Saxophons im Jazz, Hans Koller, bei dessen Geburtstagsfeier im Radiokulturhaus .

Seit 2001 besteht auch im Ausland reges Interesse an der Musik Saxofours, so gab es in diesem Jahr eine Marokko- und Frankreichtournee.

Im Juni 2002 wurde das Album ãVocalizing Reeds“ (PAO 10370) veröffentlicht, welches wieder ausschließlich eigene Kompositionen in einer Mischung von Jazz, Musik österreichischer Wurzeln und anderer ethnischer Einflüsse vereint. Tourneen führten Saxofour 2002 durch Österreich, Belgien und Italien,

Im Juli 2002 fand die Premiere eines Projektes mit Mario Joao bei den Gmundner Festwochen statt, welches im Dezember 2002 dann live aus dem Wiener Jazzclub ãPorgy & Bess“ von der EBU (European Broudcast Union) in alle europäischen Länder übertragen wurde.

Das zweite Weihnachtsprogramm ãReindeer Games (Emarcy Records, 066 695-2)“ erschien Ende 2002 und wurde 2002/03 auf einer ausgedehnten Tournee durch weihnachtlich geschmückte Konzertsäle präsentiert.

Im März 2003 gab es eine Tournee mit der Percussionlegende Don Alias.

Im September 2003 spielte Saxofour, erweitert durch Gerald Preinfalk und den Wiener Pianisten Paul Urbanek, die Musik Urbaneks in einem Konzert und im Studio für die gleichnamige CD ãStream 5“ ein. Auftritte in Wien und beim Salzburger Jazzherbst 2005 folgten.

Die Zusammenarbeit mit Maria Joao wurde im November 2003 bei einigen Konzerten in der Sängerin Heimat Portugal fortgesetzt. Das Projekt kam im April/Mai 2004 wieder nach Österreich, mitsamt einer CD Einspielung für ãUniversal Music“, welche nach einer ausgedehnten Europatournee im Herbst 2005 erschien.(Cinco, Emarcy Records 06249873130)

Ende März 2004 fand die Premiere eines gemeinsamen Projektes mit dem Kinderbuchautor Martin Auer im Wiener Konzerthaus statt, welches 2005 auf Österreichtournee ging (Das Haus in meinem Kopf, CD dazu 2006).

Im November und Dezember 2004 präsentierte Saxofour seine dritte Weihnachts CD auf einer ausgedehnten Tour durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. (Europaen Christmas, Emarcy Records 986880-7) Maria Joao ist bei dieser Produktion auch bei 4 Liedern vertreten.

Die neueste Veröffentlichung ist eine DVD, welche Videos und Mitschnitte von 1991 bis 2005 beinhaltet, die teilweise von Paul Urbanek in Bild und Ton bearbeitet wurden. Aufgebaut ist diese wie ein Adventkalender (Saxofour Adventcalendar DVD, Emarcy Records 9875689), und ist deshalb bei der Weihnachtstour 2005 unter einigen Christbäumen gelandet.

2006 ist Saxofour wieder mit Maria Joao unterwegs, bearbeitet wie viele Ensembles auch Mozarts Musik und arbeitet an einem neuen Programm, welches musikalische Vorlieben zum Thema hat (Our Favourite Songs).
 

Saxofour von aussen betrachtet...

"Hinter dem Bandnamen Saxofour verbergen sich Florian Bramböck, Klaus Dickbauer, Christian Maurer und Wolfgang Puschnig - mit einem Wort ein Großteil der heimischen Saxophonmeister. Im Quartett haben sie sich als Saxofour längst auch einen Namen geschaffen und stehen an Klasse ihren berühmten amerikanischen Kollegen vom 29th Street Saxophone Quartet oder vom Rova Saxophone Quartet um nichts nach. Sie verzichten in ihren Arrangements auf jegliche Rythmusgruppen und finden zu viert genügsam den Weg durch die reiche Tonlandschaft. Mit einer sensibel dosierten Mischung aus Jazz und Folklore, stets den Schalk im Nacken und sich doch - einmal abgesehen von den Conferencen - nie in Blödelei verlierend, gelingt Saxofour eine meisterliche Darbietung zwischen Besinnlichkeit und Groove. Dabei sind sie mehr als kreativ und äußerst hip."
 

... und von innen.

"Die so wunderbar erträgliche Leichtigkeit des Ensemblemusizierens das selbstlose Sein des Individuums im durch respektvolle Intuition gespendeten Klang. Ein Individualistenquartett das mitreißt, begeistert, berührt, verzaubert." 
FLORIAN BRAMBOCK  

"Saxofour gönnt sich den Luxus, ein Diktat des sogenannten Zeitgeistes, nämlich das der virtuellen Verdrahtungen, zu umgehen, um ohne Umwege der Spiellust fronen zu können. Was die Spatzen vom Dach pfeifen, wurde allemal schon gestrichen, gezupft, geschlagen, geblasen oder gesungen. Wie viele Gelenke wurden bei den verzweifelten Versuchen, dem Innovativen gerecht zu werden, schon ausgerenkt ?! Angenommen, ich interpretiere die musikalische Persönlichkeit stark vereinfacht als das Zusammenspiel von Intellekt, Intuition und Emotion und setze nun wiederum diese Parameter in ein Spannungsfeld, das durch vier Gegenpole gespeist wird, potenziere diese noch mit denen der Zeit und des Raumes, so erhalte ich eine Vielzahl von biologisch virtuellen Verknotungen'. Sogar der Parameter des Zeitgeistes wird darin in seiner konstruierten Aufbaustruktur vorkommen. Man kann dieses Phänomen aber auch nur ganz einfach als, "miteinander improvisierte Musik" bezeichnen. Publikumsdynamisch ist es sogar erlaubt, das konzentrierte Zuhören mit Schmunzeln zu unterminieren." 
KLAUS DICKBAUER  

"Es scheint paradox, sich in ein musikalisches Gefüge zu integrieren, und gleichzeitig seiner Eigensinnigkeit freien Lauf lassen zu können. Die Facetten musikalischer Kommunikation wachsen mit der Dauer des Bestehens eines Klangkörpers. Die Vielfältigkeit der Einflüsse bereichert das Spektrum der musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten, und Ausgrenzung aufgrund stilistischer Unterschiede geht am Wesentlichen vorbei. Ernsthaftigkeit und Konzentration schließen keineswegs Spaß und Freude aus. Und wenn man Spaß an einer Sache hat, sollte man diesen doch auch zeigen dürfen." 
CHRISTIAN MAURER  

"Freiheit in der Form - Form in der Freiheit. 4 individuelle Stimmen, vereint in der Unabhängigkeit - unabhängig in der Vereinigung. Für sich und füreinander. Dialog und Diskussion. Ein Ziel: Gemeinsamer musikalischer Ausdruck, ein Klangkörper der lebt!!!"
WOLFGANG PUSCHNIG